Projektstandort
Bedingt durch die Nähe des Projektgebiets zu Bangladesch, Nepal, Bhutan und insbesondere durch einen hohen Anteil, verschiedener indischer Stammesbevölkerungen ist die Region ein Ort kultureller Vielfalt. Adivasi mit 'Naturreligion', buddhistische und christliche Adivasi sind bei den unterschiedlichen Stammesbevölkerungen vertreten. In der Diözese Bagdogra in West-Bengalen leben emisch benannte Adivasi-Völker: Oraon, Santal, Munda, Kharia, Mushari und Rajbansis. Das sich in Grenznähe zu Bangladesch befindende Kinderdorf ASHAGRAM im Dorf Barapothujoth in der Dorfgemeinde Ranidanga ist ca. 12 km von der Stadt Siliguri entfernt. Es ist ein wirtschaftlich unterentwickeltes Gebiet, wo die Menschen ohne eine gezielte Ausbildung kaum Arbeit finden und am Rande des Existenzminimums leben. Die Existenzgrundlage ist ein ehemals staatlich zugeteiltes Stück Land. Die eigenen Felder reichen aufgrund der Größe und zunehmend unabsehbaren Monsuns kaum zur Existenzsicherung. Als Einkommensquelle finden einige Bewohner saisonbedingte Arbeit während der Pflanz- und Erntezeit in den nahe gelegenen Teegärten und bei dem Zerschlagen von Steinen in Flussbetten. Die Region ist in der übrigen Zeit von umfassender Arbeitslosigkeit betroffen.
Aus dieser Not heraus ist neben Bildungsmangel Kinderarbeit ein weit verbreitetes Phänomen, welches in Form von Hilfsarbeiten bis hin zu Prostitution und krimineller Gewalt auftritt.
Wie in vielen ländlichen Gebieten fehlt in der Region eine medizinische Grundversorgung, Gesundheits- und Hygieneberatung eingeschlossen. Tuberkulose ist weit verbreitet. In Siliguri gibt es Arztpraxen und Krankenhäuser. Häufig erlaubt jedoch die Armut keinen Arztbesuch.
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